

Wasserversorgungsunternehmen weltweit stehen vor einem entscheidenden Jahrzehnt. Zunehmende klimatische Volatilität verschärft hydrologische Extremereignisse, das Bevölkerungswachstum treibt die Nachfrage in urbanen Räumen, und bestehende Infrastrukturnetze – von denen viele vor mehr als einem halben Jahrhundert gebaut wurden – geraten unter steigenden mechanischen und finanziellen Druck. Laut dem Bericht „State of Global Water Resources 2023“ der Weltorganisation für Meteorologie, welcher 2024 veröffentlicht wurde, hat die globale Variabilität der Ressource Wasser ein Rekordniveau erreicht, begleitet von erheblichen regionalen Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage. Der „United Nations World Water Development Report 2024“ unterstreicht, dass die Verbesserung der Effizienz bestehender Infrastruktur zu den schnellsten und kosteneffizientesten Massnahmen zur Stärkung der Wassersicherheit gehört.
Gleichzeitig gehen trotz zunehmender Wasserknappheit erhebliche Mengen aufbereiteten Trinkwassers verloren, bevor sie die Endverbraucher erreichen. Das sogenannte Non-Revenue Water (NRW) – definiert als Differenz zwischen eingespeistem Wasservolumen und verrechneter, autorisierter Nutzung – stellt weiterhin eine der grössten strukturellen Ineffizienzen im globalen Wassersektor dar. Die Weltbank schätzt die dadurch entstehenden Einnahmeverluste bei Versorgungsunternehmen weltweit aufrund 39 Milliarden US-Dollar pro Jahr. In vielen Versorgungsnetzen entfallen allein auf physische Verluste 20 bis 50 Prozent des verteilten Wassers. Diese Verluste bedeuten nicht nur wirtschaftliche Einbußen, sondern auch für verschwendete Energie, vermeidbare Treibhausgasemissionen und unnötige Entnahmen aus bereits belasteten natürlichen Quellen.
Wissenschaftliche Studien der vergangenen drei Jahrzehnte zeigen konsistent, dass der Netzdruck eine der massgeblichen Einflussgrößen für Leckagen in Verteilnetzen ist. Die Überführung dieser Erkenntnisse in eine systematische betriebliche Praxis gestaltet sich jedoch häufig als anspruchsvoll. Vielen Versorgungsunternehmen fehlen die erforderlichen granularen Daten, kalibrierten, systemspezifischen Modelle sowie die analytische Infrastruktur, um Druckoptimierung sicher und zuverlässig umzusetzen.
GWF BALANCE schliesst diese Lücke. Entwickelt von GWF, einem Schweizer Technologieunternehmen mit über 125 Jahren Erfahrung in präziser Durchflussmessung und Wassernetzintelligenz, kombiniert BALANCE hochpräzise Durchflussmessung, verteiltes Druckmonitoring, fortschrittliche hydraulische Analytik sowie KI-gestützte Szenarienmodellierung. Dabei wird die Reduktion von Wasserverlusten in einen strukturierten, messbaren und wirtschaftlich optimierten Prozess überführt. Anstatt bestehende Infrastrukturen zu ersetzen, steigert die Lösung gezielt deren Leistungsfähigkeit. Implementierungen in Europa, dem Vereinigten Königreich, Südafrika und den USA zeigen durchschnittliche Leckagereduktionen von 35 Prozent – und das innerhalb von Wochen statt über Jahrzehnte.
