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GWF und WfW: Luzerner Allianz für neue Wege in der Wasserversorgung weltweit

  • 22. Januar 2026
  • 4 Minuten Lesedauer

Wasserverluste durch Lecks im Leitungsnetz sind weltweit eine Herausforderung für Versorger. Denn mit dem ungenutzten Wasser versickern buchstäblich Einnahmen, die für Wartung, Betrieb und Ausbau der Trinkwassernetze fehlen. Das Luzerner Technologieunternehmen GWF AG und die Non-Profit-Organisation Wasser für Wasser (WfW) gehen dieses Problem nun gemeinsam an: Ihre Partnerschaft verbindet Luzerner Messtechnologie mit jahrelanger Erfahrung im Aufbau von Wasserversorgung in Kleinstädten mit besonderem Handlungsdruck, um eine Versorgung zu schaffen, die sich langfristig selbst finanzieren kann. Das Pilotprojekt «Water in a Box» in Sambia zeigt bereits erste vielversprechende Resultate.

Bild: Florian Strasser und Lior Etter bei der Vertragsunterzeichnung zum Start der strategischen Partnerschaft zwischen GWF und WfW.

Milliarden Menschen weltweit haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Eine der unterschätzten Herausforderungen ist dabei global die gleiche, jedoch lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt: Während in der Schweiz Wasserverluste im Netz, sogenanntes Non-Revenue Water, meist tief sind, gehen international oft grosse Mengen Trinkwasser verloren, bevor sie die Haushalte erreichen. Ohne genaue Daten fehlt die Basis für eine effiziente Bewirtschaftung und damit für die wirtschaftliche Tragbarkeit der Systeme. Genau hier setzt die neue Partnerschaft des Luzerner Technologieunternehmens mit 125-jähriger Tradition und der Non-Profit-Organisation an.

Technologie trifft auf Kontextwissen

«Die Herausforderungen im Wassersektor sind zu komplex, um sie isoliert zu lösen», sagt Florian Strasser, CEO und Chairman der GWF AG. «Wir bringen unsere technologische Kompetenz in der Messung und Datenanalyse ein. WfW liefert das entscheidende operative Know-how vor Ort und die soziale Verankerung. Diese Zusammenarbeit, die auch Verantwortung für die Installation und den Betrieb beinhaltet, ermöglicht es uns, eine nachhaltige Wirkung für die lokale Community zu erzielen.»

In diesem integrierten Modell spielt die Qualität der Messtechnik und der Datenübertragung eine entscheidende Rolle. Die in Luzern entwickelten und produzierten Technologien können in einem anspruchsvollen Installationsumfeld ihre Stärken voll zum Tragen bringen.

Pilotprojekt «Water in a Box» in Sambia

Konkret wird die Zusammenarbeit im ersten Pilotprojekt «Water in a Box» in der Kleinstadt Pemba in der Südprovinz Sambias. Dort wird die Wasserversorgung oft durch fehlende Einnahmen und Wartungsmängel beeinträchtigt. Um dem entgegenzuwirken, sorgen GWF und WfW gemeinsam für ein nachhaltig funktionsfähiges System: GWF liefert solarbetriebene Messtechnik und die digitale Infrastruktur für das Monitoring und die Abrechnung, während Wasser für Wasser die Systeme installiert und künftig als lizenzierter Wasserversorger betreibt.

Durch das digitale Monitoring werden Wasserflüsse erstmals transparent. So können nicht nur Lecks geortet, sondern durch zusätzliche, gezielte Druckregulierung auch ein beträchtlicher Anteil des Wasserverlusts reduziert werden. «Wenn wir Wasserverluste reduzieren und den effektiven Verbrauch fair abrechnen können, schaffen wir ein System, das sich finanziell selbst trägt, gesellschaftlich akzeptiert ist – und den Menschen langfristig sicheren Zugang zu Wasser gibt, ohne dauerhaft auf externe Gelder angewiesen zu sein», erklärt Lior Etter, Co-Geschäftsleiter von Wasser für Wasser.

Ein Modell mit Skalierungspotenzial

Die Vorbereitungen für die Ausweitung des in Pemba erprobten Konzepts auf die Wasserversorgung von weiteren Kleinstädten ist in vollem Gange. Allein in der Südprovinz Sambias stehen rund 150 vergleichbare Städte vor ähnlichen Herausforderungen.

Die branchenübergreifende Luzerner Allianz beweist damit, dass unternehmerisches Denken und soziale Wirkung kein Widerspruch sind, sondern die Voraussetzung für langfristige Lösungen im Wassersektor. Mit diesem gemeinsamen Verständnis arbeiten die beiden Luzerner Akteure auch darüber hinaus daran, weitere Probleme mit der Ressource Wasser öffentlich sichtbarer zu machen und gemeinsam zu lösen.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag von

Florian Strasser
CEO & Chairman
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Medienmitteilung

Laden Sie hier die Medienmitteilung zur strategischen Partnerschaft herunter:

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