

Die grösste Herausforderung moderner Bewässerungsnetze ist heute nicht mehr die Verfügbarkeit von Wasser, sondern dessen effiziente Verteilung.
Müssen Millionen Kubikmeter Wasser über grosse Distanzen transportiert werden, steigen Energieverbrauch und Betriebskosten erheblich. Gleichzeitig fehlt in vielen Netzen die Transparenz darüber, wie viel Wasser tatsächlich am gewünschten Ort ankommt.
Ein innovatives Infrastrukturprojekt in Italien setzt genau hier an. Ein bestehendes Kanalnetz wird umfassend modernisiert und mit automatisierten Schützen ausgestattet.
Der entscheidende Schritt: Erstmals wird die Durchflussmesstechnik direkt an den Schützen integriert. Moderne Sensoren erfassen die Durchflussmengen kontinuierlich und mehrpfadig an zentralen Regelpunkten des Netzes – ohne den laufenden Betrieb der Kanäle zu beeinträchtigen.
Dadurch erhalten Betreiber erstmals eine präzise Echtzeitübersicht über die tatsächlich transportierten Wassermengen.

Mit den gewonnenen Messdaten kann die Steuerung des gesamten Netzes auf einer verlässlichen Datengrundlage erfolgen. Wasserverteilung, Betriebsführung und Energieeinsatz lassen sich gezielt optimieren.
Die Erwartungen des Betreibers sind entsprechend hoch:
Die Durchflussmessung an Bewässerungsschützen galt lange als anspruchsvolle Aufgabe. Turbulente Strömungsverhältnisse, schwankende Wasserstände und komplexe Einbausituationen erschwerten eine zuverlässige Messung.
Moderne Messtechnologien ermöglichen heute jedoch präzise und robuste Lösungen auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Die Zukunft der Bewässerungsinfrastruktur liegt nicht in grösseren Kanälen oder leistungsfähigeren Pumpen. Entscheidend sind Transparenz, hochwertige Messdaten und intelligente Automatisierung.
So werden Wasserressourcen effizienter genutzt und gleichzeitig Energieverbrauch sowie Betriebskosten nachhaltig reduziert.

